Macht Sinn: Gutes Storytelling ist die Kunst zu erkennen, wofür man steht

Storytelling im Marketing ist mehr als die Methodik des guten Erzählens. Denn die Geschichten die erzählt, gezeigt, gepostet werden, drehen sich immer um den Sinn des Unternehmens oder der Marke. Also um das, was die Menschen dort antreibt. Warum sie für das brennen, was sie tun. Und was sie alles auf sich nehmen, um mit neuen Ideen und Lösungen zu zeigen, wie das Leben leichter, schöner und oft ein bisschen besser wird.

Die Gründer von Veja haben es den Großen gezeigt: Nike, Puma, Adidas. Ganz entspannt sind sie an den Top-Sneaker-Brands vorbeigezogen – bis an die Spitze des Best Image-Rankings von Splendid Research 2020. Als Underdog mit einer klaren Message: Wir leben Nachhaltigkeit. Genau diese Story erzählen sie immer und immer wieder. Oder besser: Diese Story machen sie immer und immer wieder: In dem sie laufend „neue“ ökologisch unbedenkliche oder recyclebare Materialien suchen. Oder Fertigungsverfahren testen, wie sie aus bisher schwer zu verarbeitenden Used-Materials schicke Schuhe machen können. Second-Hand ganz neu und nachhaltig. https://project.veja-store.com/fr/intro/

Richtig gut gemacht: Schau hin und rede darüber

Auf dieser Reise gehen ihnen die Storys nicht aus. Und die müssen gar nicht so spektakulär sein, sondern glaubhaft und pausend in das Große Ganze. Also in das, wofür die Marke steht: 100% schöne Nachhaltigkeit. Und schön sind eben nicht nur die Schuhe, sondern die Ideen, die Designs, die Materialien und immer wieder die Materialien. „Lass uns immer wieder Neues ausprobieren, besser werden und drüber reden“, haben sich die Veja-Founder gedacht. Oder besser: „Schau hin“, so lautet nämlich die Übersetzung des portugiesischen Wortes „Veja“.  Und zwar nicht nur auf das Offensichtliche, sondern auf das was dahintersteckt.

Best Practice: Veja – Gründerstory + Produktbeschreibungen = eine nachvollziehbare, glaubwürdige Erzählwelt

Erstmal nur gut inszeniert: Ich mach mir die Welt, wie sie den Leuten hoffentlich gefällt

Neue Agentur. Neues Glück? Jung von Matt unterstützt Douglas dabei, sich neu aufzustellen. Ab dem 17. Mai 2021 heiß es dann offiziell nicht mehr „Come in an find out“, sondern „Let`s do beautiful“. Schön ist, wer Schönes tut. So die neue Message. https://www.xing-news.com/reader/news/articles/3983404?cce=em5e0cbb4d.%3ATl3HYRUbDTFe7fz6q3e1AB&link_position=digest&newsletter_id=74978&toolbar=true&xng_share_origin=email

Und die muss Douglas sich selbst nun beweisen. Weniger schön war es nämlich, dass sich im Dezember 22 einige Filialen kurz als Drogerie umtituliert haben, um die Lockdown-Bestimmungen zu umgehen. Auch nicht wirklich beautiful die Nachricht von Schließungen und Entlassungen, in Folge der Corona-Krise. Für Neupositionierung braucht es mehr als nur einen coole Agentur, einen emotionalen Slogan und ein hübsches Filmchen https://www.youtube.com/watch?v=onPeE8UuyA0  : Es braucht Glaubwürdigkeit in der Kommunikation. Nur so kann beim Verbraucher ein gutes Gefühl entstehen, eine Botschaft ankommen. Dafür muss nicht nur viel erzählt, sondern erst einmal gemacht werden. Dann macht mal schön! Macht Sinn? Genau!

Noch Fragen? Mail an info@kreativbravo.de

Die Big 5 für dein Storytelling

Die Methode Storytelling folgt im Marketing und Online Marketing einer Dramaturgie mit insgesamt 5 Bausteinen. Fehlt einer davon, ist dein Text oder Content keine Story. Welche Big Five du brauchst, um eine Geschichte zu erzählen, die bei deinen Lesern ankommt, erfährst du jetzt in meinem Storytelling-Blog.

Gestern erst wieder bin ich über einen Link zu einem neuen Blog zum Thema „Laufstorys“ gestolpert. Voller Erwartung habe ich also auf den Link geklickt. Und bin sofort gefallen. Tief. Ganz tief. Quasi ins Nichts. Denn was lautstark als Story angekündigt wurde, entpuppte sich als gähnend langweiliger Bericht über eine Insel auf der man – Wunder über Wunder – auch prima joggen kann. Einmal stand auch ein „ich“ im Text. Bis zum langwierigen Ende wurde aber nicht verraten, wer denn „ich“ ist und warum „ich“ diesen Text schreibt. Und so ist dieser Beitrag nichts anderes als eine Beschreibung diverser Laufstrecken auf einer Insel. Aber keine Story. Schade. Denn Lust hätte ich schon gehabt, auf eine spannende Geschichte, auf der Lisa durch ihr mutiges Voranjoggen auf ungewöhnlichen Pfaden neue Wege entdeckt hat. Und auf denen einheimischen Joggern begegnet ist, die ihre Lauftechnik von einem Moment zum anderen völlig verändert haben …. das wäre eine Story gewesen!

„Dem gehts wie mir!“

Damit deine Leser in deine Story richtig tief eintauchen können, braucht sie einen Protagonisten. Also eine Person oder Personengruppe, die stellvertretend für einen oder viele andere Menschen steht, die dasselbe Interesse oder Problem haben. Nur dann können sich Leser:innen mit dem Protagonisten identifizieren. „Hey, dem geht’s wie mir. Da lese ich doch mal weiter!“ Indem sich Leser:nnen in deiner Story wiedererkennen fühlen sie mit ihm/ihr. All das mal mehr und mal weniger bewusst. Ohne Protagonist, keine Emotion. Deine Story handelt aber von einer Maschine, einem Bauwerk oder einem Stück Wald? Dann erzähl die Geschichte der Menschen, die mit dieser Maschine arbeiten, das Bauwerk geplant haben oder sich dafür eingesetzt haben, dass genau dieser Wald nach vielen kargen Jahren zu einer wundervollen Oase geworden ist.

Merke: Maschinen erzählen keine Geschichten. Aber die Menschen die mit ihnen arbeiten oder sie entwickelt haben.

Big 1: Ein:e Protagonist:in, mit dem sich deine User/Leser identifizieren und selbst zum Helden werden (Stellvertreterlernen)

Spannung bitte!

Der Kern jeder Story lässt sich krass gekürzt in Etwa so formulieren: Am Ende ist alles anders. Im Marketing natürlich besser. Das A und O dabei: Spannung. Warum erzählen wir denn etwas weiter? Weil etwas Ungewöhnliches passiert ist. Weil etwas anders war. Jemand eine besondere Lösung für ein Problem gefunden hat. Damit wir aber Lust bekommen die Story überhaupt zu lesen, muss sie uns sofort anmachen. Das Thema muss unmittelbar unser Interesse wecken. Klar wollen wir als Leser:in auch bei Laune gehalten werden. Deshalb darf der Spannungsbogen gleich zu Beginn im Teaser ganz oben sein, kurz absinken, um dann vor jedem weiteren Absatz wieder anzusteigen. Cliffhanger nennt sich diese Technik: Spannung aufbauen. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Kennen wir alle aus Streaming-Serien: Eigentlich wollten wir nur 1 Folge ansehen. Aber dann? Mussten wir einfach weiterschauen, weil es so spannend war. Weil etwas passiert ist, mit dem wir nicht gerechnet haben und was alles verändert hat.

Merke: Ohne Konflikt oder ohne einen Moment des Wandels – keine Story!

Big 2: Nachher ist anders als vorher

„Macht Spaß zu lesen!“

Gerade im Marketing spielen wir gerne mit angesagten Buzzwords. Von Nachhaltigkeit über Veränderungen bis hin zu echten Game Changing Moments schreiben wir uns durch das Universum der Substantive. Dabei blieben Emotionen auf der Strecke: Leser: innen verstehe nicht alles, fühlen nichts und verlieren im schlimmsten Fall die Lust, weiterzulesen. Was du dagegen tun kannst? Viele Verben nutzen! Verben machen Texte lebendig und Inhalte verständlich. Mithilfe von Verben kannst du gut erklären, warum etwas passiert ist, was du dabei gefühlt hast und wie es dir danach ergangen ist.

Merke: Wenn du deine Leser:innen emotional berühren willst, verzichte auf Substantive und Fremdwörter

Big 3: Indem du gezielt Verben einsetzt, bleibt deine Story lebendig und verständlich.

Echtes Learning!

Und die Moral von der Geschicht`? Im Marketing erzählen wir im Grunde unsere Story, also das, für was wir als Unternehmen stehen, immer wieder neu. Verliere deshalb deine Leitgeschichte nicht aus den Augen. Helfe deinen Leser:innen dich als Marke blind wiederzuerkennen. Unterstütze deine User:innen glaubhaft dabei, durch deine Geschichten besser zu werden. Bevorzugen deine Kund:innen Fair Trade Produkte, so helfe ihnen dabei die richtige Wahl zu treffen, indem du die Story der Bauernfamilie auf St. Lucia erzählst, die dank fairen Handels jetzt schon in 3ter Generation ihre Kinder in die Schule schicken kann – und dabei ein ganzes Dorf für die Ausbildung ihrer Kinder sensibilisieren konnte. Oder erzähle als Unternehmen, das sich auf die Fahne geschrieben hat, das Leben von Menschen zu verbessern, die Geschichte des nahezu tauben Viktors, der nach seiner Ausbildung zum Hörgeräteakustiker in deinem Unternehmen nicht nur seinem eigenen Leben mehr Qualität verliehen hat. Sondern durch eine innovative Entwicklung auch dem unzähliger Menschen weltweit, die von Geburt an kaum oder nichts hören.

Merke: Menschen kaufen Produkte, weil sie sich davon versprechen besser, gesünder, erfolgreicher zu werden. Sie kaufen also keine Produkte, sondern Ergebnisse.

Big 4: Halte klar an deiner Leitgeschichte, deiner Botschaft fest und unterstreiche sie durch deine Storys

Geht viral

Hast Du eine wirklich gute Story, die sich zu erzählen lohnt, bereite sie fett auf. Viel Text, viele Zitate, tolle Bilder, fundierte Hintergrundinfos, Infografiken, Videos. Einfach alles, was die Story bunt und lebendig macht. Publiziere Sie ausführlich in deinem Magazin, Blog oder auf der Website. Bereite Ausschnitte davon plattformgerecht für deine Social Media Kanäle auf. Bespiele die richtigen Kanäle mit Snackable Content, wie kurzen Teasern oder Zitaten, der Lust auf mehr macht. Ergänze die Story mit einer Umfrage, einem Gewinnspiel oder anderen interaktiven Formaten. Mach deine User zu einem Teil deiner Story!

Merke: Nicht jeder Kanal braucht eine eigene Story!

Big 4: Reichweite gewinnen durch Plattform gerechte Publikation

Mehr zumThema Storytelling gibts hier https://kreativbravo.de/storytelling/ oder per E-Mail an info@kreativbravo.de

 

 

Storytelling: Wie Unternehmen in der Krise helfen

Von der Kunst der Kommunikation in Krisenzeiten

Storytelling trifft Storydoing: Nike „just does it“. Und auch der Beiersdorf-Konzern, die Becks-Brauerei, Mc Donalds, der Textilproduzent Trigema und die kleine stillgelegte Schnapsbrennerei im Oberbayerischen Oberding: Sie alle schreiben gerade Geschichte. Um in der Corona-Krise zu helfen, haben all diese Unternehmen ihre Produktion umgestellt oder Mitarbeiter umdisponiert. Ihr Ziel: unbürokratisch und schnell zu helfen. Sie tun Dinge, über die die Menschen heute in den öffentlichen und sozialen Medien sprechen. Sie handeln vorbildlich, inspirieren und stehen als starker Pfeiler in der derzeit recht stürmischen See. Hier kann man andocken. Von ihren Geschichten kann man lernen. Und dabei auch gleich die eigene Unternehmenskultur in sichere Gewässer lenken: Denn noch nie war die Zeit für Storytelling so reif wie heute!

Inhalt

  • Zurück auf Start: Was ist Storytelling im Marketing?
  • Geschichten von Helden: Storys für Helden
  • Vorsicht Falle: Die Story muss zur Unternehmenskultur passen
  • Das gute Markengefühl: Wie können Unternehmen Storytelling für die Unternehmenskommunikation nutzen?
  • Die Perspektive wechseln: Der erste Schritt zum erfolgreichen Storytelling

Das Engagement großer Marken aber auch kleiner Unternehmen in der derzeitigen Corona-Krise berührt die Menschen. Das sind Geschichten, die das Leben schreibt, und die jeder von uns gerne hört. Das Beste: Diese Geschichten müssen nicht groß erzählt werden: sie passieren. Doch wie genau sie wirken, welche Kraftanstrengung dahintersteckt, wie die Ideen entstanden sind: All das sind Geschichten, die früher oder später in Bild, Schrift oder Ton für die Zukunft bewahrt werden. Damit werden sie nicht nur zum Wegweiser für das Heute. Sondern zum erfahrenen Ratgeber für die Krisen von morgen. Deshalb: Erzählen Sie, wie durch die Krise gekommen sind, wie sie sie gemeistert haben und an ihr gewachsen sind. Inspirieren und helfen Sie!

Zurück auf Start: Was ist Storytelling im Marketing?

Die Methode des Storytellings macht Wissen mithilfe von Geschichten zugänglich. Das Ziel: Durch einfach und verständlich erzählte Stories, sollen so viele Menschen wie möglich verstehen, wie komplexe Sachverhalte zusammenhängen. Also: „Weil das war konnte dies passieren.“ Ist die Story schlüssig, leuchtet sie also bis hin zum Happy End ein, wird sie als glaubwürdig wahrgenommen und kann einen Impuls/Anstoß geben: „Das kann/mach ich auch!“ Voraussetzung hierfür ist: Die Story ist unmittelbar verständlich.

Power-Merkmal 1: Die Story ist kurz und einfach

Erzählen Sie Ihre Geschichte einfach und verständlich. Verzichten Sie auf Substantive und Fachbegriffe. Verlieren Sie sich nicht in Nebenschauplätzen. Einfache Geschichten können sich die Menschen gut merken und weitererzählen. Im Marketing endet die Story mit einem Happy End: einer Lösung, einem guten Gefühl, an das man sich gerne erinnert.

Best Practice:

Das Schweizer Unternehmen Freitag erzählt auf seiner Website freitag.ch nicht nur die Story der Gründung, sondern auch die Stories der Unternehmens-Kooperationen. Und darüber, wie durch dieses unternehmerische Miteinander der Werte und Ideen neue Produkte entstanden sind. Jede Geschichte ist einfach aufgebaut, gut nachvollziehbar und leicht weiterzuerzählen: Jede Story hat einen Textumfang von etwa 1 DIN A4-Seite und ist angereichert mit lebendigen Bildern, die den Text unterstreichen. Die Geschichten sind nachvollziehbar, einfach zu lesen und weiterzuerzählen.

Geschichten von Helden: Storys für Helden

Wesentliches Merkmal guter Geschichten ist, dass sich die Leser oder Zuschauer mit dem/den Protagonisten identifizieren können. Im Idealfall erkennen die User sich in dem „Star“ der Story wieder: „Der ist wie ich. Was er kann, kann ich auch.“ Das gilt natürlich auch für Unternehmen: Auch diese können mit gutem Beispiel voran gehen, wie die vielfältigen Aktionen in der Corona-Krise derzeit demonstrieren.

Power-Merkmal 2: Der User wird zum Helden

Durch ihre Lösungen helfen die Protagonisten den Usern/Lesern bei der Lösung eines Problems. Sie dienen als Vorbilder oder als Mentoren und bringen die User /Leser weiter. Vor dem Storytelling kommt also das Storydoing.

Best Practice:

Sehr gelungen ist die Kampagne Elternstolz: Das Bayerische Wirtschaftsministerium, IHKs und Handwerkskammern werben in einer gemeinsamen Kampagne für die berufliche Ausbildung – mit echten Testimonials. Seit Dezember 2015 wurden hierfür Eltern und ihre Kinder, die sich in einer Ausbildung befinden, aufgerufen, für die Kampagne „Karriere mit Lehre“ zu werben. Das Ergebnis auf der Website elternstolz.de: Emotionale Stories, die unmittelbar, verständlich, leicht zu merken, wiederzugeben und absolut authentisch sind – in Form von Texten, Bildern und Videos.

Neben den Geschichten, wie es zur jeweiligen Ausbildung kam, transportieren die Stories immer auch ein wenig die persönlichen Umstände der Testimonials. Wie zum Beispiel die Vergleichbarkeit von einem Zwillingsmädchen mit ihrer Schwester. Bewusst wollte die eine sich durch eine Ausbildung von ihrer Zwillingsschwester, die das Abitur anstrebte, abgrenzen. Mit Erfolg: Durch ihren eigenen Lebens- und Arbeitsweg wurde sie endlich als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen – und nicht als eine von „den Zwillingen“. Das ist hoch emotional, verständlich, authentisch und nachvollziehbar – insbesondere für Jugendliche, die auf der Suche nach ihrem Weg und ihrer Identität sind.

Vorsicht Falle: Die Story muss zur Unternehmenskultur passen

In der aktuellen Corona-Krise setzen viele Unternehmen ihre Ideen pragmatisch und sympathisch um. Trotzdem müssen sie sich auch den kritischen Stimmen der Öffentlichkeit stellen. So wurde dem Geschäftsführer des Textilproduzenten Trigema vorgeworfen, er wolle sich an der Notsituation bereichern. Auf Handelsblatt online äußert sich Trigema-Chef Grupp dazu am 30. März 2020 in einer Videobotschaft.

Ob dieser Vorwurf begründet ist? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, macht es Sinn, sich einmal anzusehen, wie Trigema als Unternehmen so „tickt“ und wie es von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Auf der Firmenwebsite trigema.de ist unter “Über uns/Unsere Philosophie“ zu lesen: „Nicht Macht, Marktanteile und Größe dürfen für unser Handeln bestimmend sein, sondern Solidität, Verantwortung für die Mitmenschen, Gerechtigkeit und Beständigkeit.“ Ein Beweis für die Verantwortung für die Mitmenschen lebt das Unternehmen derzeit durch die Produktion von Mundschutz sowie die Anleitung zum Selbernähen von Schutzkleidung im Trigema-Online-Magazin. Die „gute Tat“ kommt sowohl auf der eigenen Website wie auf Twitter gut an.

Best Practice

Diese Corporate Social Responsibility Kommunikation ist glaubhaft – nach innen und nach außen – da sie nicht aus dem Grund des Marketings, sondern aus dem Willen zur Verbesserung einer kritischen Situation, als Beitrag zu einer dringend benötigten Hilfe entstanden ist.

Power-Merkmal 3: Glaubwürdigkeit/ Authentizität

Besonders erfolgreich sind die Geschichten, die ein Unternehmens durch Handlung oder Kommunikation „erzählt“, wenn sie zur Unternehmenskultur und den Unternehmenswerten passen. Dann werden sie als glaubwürdig und erinnerungswürdig eingestuft. Und zwar unterbewusst: Das Gehirn speichert die Verbindung „Marke“ und „gutes Gefühl“ ab. Dieses Gefühl wird automatisch in Entscheidungssituationen abgerufen.

Die Wirkungsweise von Geschichten auf unser Gehirn wird durch die Erkenntnisse der Hirn- und Gedächtnisforschung belegt. Diese erkennen zunehmend, dass unser Gehirn auf Geschichten hin angelegt ist und dass Erinnerungen über Erzählungen organisiert werden (vgl. Grossmann, Der Fluss des Erzählens; Kotre; Der Strom der Erinnerung). Wir packen täglich unser Erleben in Geschichten und erzählen sie anderen, ja es scheint, als ob wir unserem Leben eine Geschichte geben (vgl. McAdams, The Stories We Live By) Quelle: http://www.frank-thissen.de/web/index.php/de/storydesign/warum-geschichten

Wie können Unternehmen Storytelling für die Unternehmenskommunikation nutzen?

Zunächst muss hierfür jedes Unternehmen die eigenen Werte und Leitbilder identifizieren bzw. festlegen und leben. Sehr häufig finden sich diese Werte in der Gründungsgeschichte wieder: Warum ein Unternehmen gegründet wurde, welche Krisen gemeistert und welche Wege im Laufe der Historie beschritten wurden: All diese Fakten und Meilensteine geben Hinweise darauf, wie ein Unternehmen „tickt“ und wie es sich für die Kunden und User „anfühlt“.

Ihre Brand Story – Ihr Leitbild

Ihre Brand Story hat ganz viel mit den Motiven für die Gründung Ihres Unternehmens zu tun. Und deshalb damit, was die Gründer für Menschen waren/ sind:

  • wie sie ticken,
  • was ihnen wichtig ist,
  • wofür sie brennen,
  • was sie antreibt.

Dabei geht es nicht zwingend ums Detail, sondern um das Grundrauschen: Ihre Werte, die Gedanken hinter der Geschichte, das gute Gefühl.

Folgendes „Rezept“ bildet deshalb die Grundlage für erfolgreiches Storytelling im Marketing:

  • Leitgeschichte festlegen
  • daraus Werte ableiten und definieren
  • Zielgruppen definieren
  • Geschichten ableiten, die Ihre Werte transportieren und der Zielgruppe gut schmecken
  • auf den passenden Kanälen servieren
  • vorher mit der zielgruppengerechten Emotion würzen

Die Perspektive wechseln: Der erste Schritt zum erfolgreichen Storytelling

Fassen wir das Bisherige zusammen, so ist Storytelling keine kurzfristige Maßnahme, sondern eine Haltung. Warum? Storytelling ist

  • ein Teil Ihrer integrierten Kommunikation mit Ihren Kunden
  • eine Basis um Vertrauen zu schaffen, Kunden zu begeistern und zu binden
  • eine langfristige Marketing-Maßnahme
  • eine sehr effektive Methode, um Informationen zu vermitteln

Eine weitere Voraussetzung für die verständliche und schnelle Vermittlung von Information ist der Perspektivwechsel. Erzählen Sie Ihre Geschichten aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppen. Tauchen Sie in die Problemwelt Ihrer Kunden und Interessenten ein. Identifizieren Sie die Probleme, die Ihre Zielgruppe wirklich hat. Helfen sie Ihrer Zielgruppe durch einfach erzählte Geschichten, exakt diese Probleme zu lösen/ zu bewältigen.

Power-Merkmal 4: Perspektivwechsel

Ein Perspektivenwechsel ermöglicht es Ihnen, Ihre Leser zu überraschen – indem Sie nicht den gewohnten Blickwinkel wählen, sondern eine völlig neue Sichtweise zeigen.

Best Practice:

Ein gutes Beispiel liefert der Hersteller von Standardanwendungssoftware Lexware. Um zu „beweisen“ wie gut sich die Buchhaltungssoftware in den Alltag von Kleinunternehmen integriert, erzählen die vielseitigen Unternehmer auf tellyourstory.lexware.de aber auch in ausgewählten Printmagazinen einfach selber ihre Geschichten. Eben durch diese Vielfalt des Kleinunternehmertums werden Lösungen für unzählige Solo-Selbständige & Co. aufgezeigt. Die Idee dahinter: Unternehmen, die genau so arbeiten, erkennen, wie praktisch und einfach die Lexware-Lösungen sind – und werden zu Kunden.

Fazit: Fangen Sie an, Geschichte zu schreiben und Stories zu erzählen

Die derzeitige Krise trifft alle. Ob Konzern, mittelständisches Unternehmen, Handwerksbetrieb oder Solo-Selbständiger: Jeder geht gerade seinen eigenen Weg durch sein sehr persönliches Tal der Tränen. Fangen Sie an Ihre Schritte heraus aufzuschreiben, in Bild oder Ton zu dokumentieren und zu erzählen: Tun Sie etwas und reden Sie darüber. Nicht unbedingt so wie adidas, eher so wie der Kontrahent Nike: Als Kontrapunkt zum in die Kritik geratenen Mietzahlungsverweigerer hat das „Just do it“-Label einfach angepackt und produziert nun Schutzbekleidung für den medizinischen Dienst. Ihrem Slogan haben sie dadurch eine weitere Geschichte hinzugefügt, an die sich die Menschen noch lange erinnern werden. © Sabine Saldaña Bravo

 

Ja, ich will den vollständigen Text mit Bild- und Textquellen! Fordern Sie Ihr kostenfreies PDF unter info@kreativbravo.de an.

Ja, ich will Geschichte schreiben und benötige die Unterstützung einer Texterin! Fragen Sie Ihr Angebot unter Telefon 08122/227 55 79 oder per E-Mail an info@kreativbravo.de an.

Ja, ich will mehr über Storytelling wissen und die Methodik erlernen! Melden Sie sich unter https://www.embis.de/seminare/storytelling.html zu meinem 2-Tages-Seminar an

 

 

Warum Brand-Storytelling heute so wichtig ist

So, so: Geschichtenerzählen ist wichtig. Schon klar. Genau! Aber nicht das „Lustige-Schwank-aus-meinem-Leben-Geschichtenerzählen“, sondern professionelles Storytelling – mit der Brand Story als Fundament, auf dem all Ihre weiteren Stories für Ihre Kommunikations-Kanäle im Web und für Print, aufbauen …

Brand Story: Ihr Leitbild

Also: back to the roots. Zurück zu den Wurzeln Ihres Unternehmens. Dem Grund der Gründung, den Visionen. Denn Ihre Brand Story hat ganz viel mit den Motiven für die Gründung Ihres Unternehmens zu tun. Und damit, was der oder die Gründer für Menschen sind: wie sie ticken, was ihnen wichtig ist, wofür sie brennen, was sie antreibt. Wie die beiden Sportler, die seit 20 Jahren eine Immobilien- und Baufirma erfolgreich leiten und immer weiterentwickeln. Im Team. Beide Gründer kommen aus demselben Ort und waren schon seit ihrer Jugend in lokalen Sportvereinen aktiv. Allerdings in ganz verschiedenen. Im Laufe der Jahre ihrer Geschäftspartnerschaft wurde dennoch immer deutlicher: Egal mit wem sie zusammenarbeiten, welches Projekt sie planen, sie setzen dabei immer auf regionale Unternehmen und faire Partnerschaften. Ihr Leitbild ganz klar: Ein Mix aus Fair Play, Team- und Heimatliebe. Dieser Sportsgeist zieht sich kontinuierlich durch das familiäre Team, ihr soziales Engagement – insbesondere in der Nachwuchsförderung in den ortsansässigen Sportvereinen –, die Partnerschaften für ihre Bauprojekte und ihre Kommunikation nach innen und außen.

Storytelling: Geschichten, die Ihr Leitbild widerspiegeln

Konnte Ihnen diese Geschichte verdeutlichen, warum es wichtig ist, sich seiner Brand Story bewusst zu sein? Warum sie Ihre Kommunikation vereinfachen kann? Und Sie sogar bei der Auswahl Ihrer Teams und Partner unterstützen kann? Prima! Denn haben sie Menschen, Partner und Projekt gefunden, die zu Ihnen und den Werten, die sie leiten und begleiten, passen, dann haben Sie sehr gute Chancen Ihre Zielgruppen zu erreichen – weil diese sie dadurch begreifen können. Und wahrnehmen, als ein Unternehmen, das zu ihnen passt: den Menschen da draußen, die sich mit den Geschichten Ihrer Mitarbeiter, Entwickler, Partner und Projekte identifizieren können. Die genau für das stehen, für das auch Sie sich als Unternehmen stark machen. Wie Sie genau das vermitteln können: durch professionelles Storytelling.  Ich bin davon überzeugt: Nichts vermittelt komplexe Inhalte besser, als eine einfache, emotionale Geschichte, die jeder versteht.

Copywriting und Storytelling – Dreamteam für Content & Co.

Der Copywriter schreibt. Aber eben nicht nur irgendeinen Inhalt, sondern einen wohl recherchierten Inhalt mit dem Ziel eine Handlung beim Leser aufzulösen. Copywriting ist also nicht nur Texten, sondern ein höchst kreativer Prozess der Texterstellung. Dazu gehört auch, dass der Texter sich in die Zielgruppe hineinversetzt und in seinen Copys Antworten auf die Fragen der Leser und User gibt. (mehr …)

3 Storytelling-Mythen

Was ist dran, an der Methode Storytelling und den Mythen, die um sie kreisen? Hier gewinnen Sie einen Einblick in die 3 größten Legenden um das Storytelling.

„Wir haben keine wirklich tolle Story.“ oder „Diese Geschichte können wir nicht im Kundenmagazin publizieren, die haben wir schon auf Instagram gepostet.“ und „Wir haben gar keinen Helden.“: Immer wieder höre ich diese und ähnliche Ausreden in meinen Seminaren. Jawohl Ausreden, denn sie basieren auf Halbwahrheiten und führen dazu, dass eine wirklich gute Story im Sande verläuft. Deshalb hier  ein paar klärende Hintergrundinformationen zur Methode Storytelling. (Bild Copyright Sabine Saldaña Bravo) (mehr …)